Fünf-Seen-Runde Füssen
Länge :60 km
Füssen – Forggensee – Hopfensee – Weißensee – Pfronten – Alatsee – Schwannensee – St.Colaman – Lechfall
Start in Füssen
Füssen wird im Allgemeinen sofort mit den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau in Verbindung gebracht. Die stehen aber gar nicht in Füssen, sondern in der Nachbargemeinde Schwangau. Ein kleiner Irrtum, der uns als Radler aber ziemlich am Hinterreifen vorbeigeht. Natürlich verfolgt uns der Kini und seine Schlösser auf Schritt und Tritt. Die Schlösser sind inzwischen ja Weltkulturerbe und ziehen vermutlich noch mehr Asiaten an als bisher. Zum Chinesenschauen eignet sich Neuschwanstein und die Zugspitze am besten.
Parken gegen Gebühr
Wer sich ein Schwaben-Allgäu- oder Deutschlandticket leistet, kann die Parkgebühren sparen. Vom Bahnhof aus geht’s parallel zur Hauptstraße zum Festspielhaus. Wer mit dem Auto kommt, stellt es am besten gegen Gebühr auf die Parkplätze vor dem Festspielhaus. Kostenlos ist rund um Füssen das Abstellen vom „Heiliga Blechle“ nirgends. Vom Parkplatz sind es nur ein paar Meter zum Festspielhaus. Hier wird das erste Foto vom gegenüberliegenden Königsschloss geschossen. Es ist schon noch verdammt klein und man benötigt ein größeres Zoom, um es einigermaßen scharf auf die Festplatte zu bekommen. Ihr könnt euch aber zurückhalten. Später am Schwanensee gibt’s die besseren Bilder.
Blick vom Festspielhaus auf Neuschwanstein
Mit einem guten Zoomobjektiv sieht man mehr
Hopfensee
Wir fahren am Forggensee entlang, um dann bei Rieden die B16 an einer kleinen Unterführung zu queren. Über ein paar kleine, schmale Ortsverbindungsstraßen erreichen wir den Hopfensee. Die Uferpromenade in Hopfen ist für Radler gesperrt. Hier heißt es schieben oder auf der Straße fahren. Immer wenn, wie hier, eine Fußgängerzone ausgewiesen wird, zeigt sich, wie viele Radler Analphabeten sind und trotz Verbot durchziehen. Wir haben das Rad an einer Bank am Ufer abgestellt und den tollen Blick über den See auf die Berge genossen. Kurz hinter dem Ort Hopfen bietet sich an einer Kneipanlage noch eine weitere Rast an.
Am Hopfensee
Weißensee
Schon nach ein paar Kilometern erreichen wir den Weißensee. Auch hier geht’s auf einem schönen Rad- und Wanderweg am Ufer entlang. Im Sommer sind hier auf der ganzen Strecke Badegäste zu finden. Am Ende des Sees bei Oberkirch erwartet uns eine lange und kräftige Steigung, bevor es bei Benken wieder abwärts geht. Von hier geht’s auf einem schönen Waldweg in Richtung Pfronten.
Der Weißensee
Auf einer kleinen Nebenstraße nach Pfronten
Brotzeit in Pfronten
Im Gasthof Adler in Pfronten treffen sich die Radler und genießen ein selbiges. Leider haben sie noch keine E-Bike-Ladestation. Wir konnten aber, nachdem der Akku entfernt war, an einer Steckdose im Biergarten so viele Kw`chen in den Akku bringen, dass wir die Fahrt bis zum Ende ohne Schieben beenden konnten.
Pause in Pfronten
Guten Appetitt
Auf nach Österreich
Nach einer ausgiebigen Brotzeit geht es an der Vils entlang zurück. Wir befinden uns im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich. Kurz hinter Pfronten wechseln wir zum rot-weißen Adler. Heute, im vereinten Europa, kann man sich kaum noch vorstellen, dass das einmal ohne Grenzkontrollen nicht möglich war. Vermutlich wäre vor dem Schengener Abkommen hier Radfahren gar nicht denkbar gewesen.
An der Vils entlang
Burgruine Vilseck
Kapelle zu guten Hirten
Alatsee
Die Tour durch unser Nachbarland dauert allerdings nicht lange. Nach einem kurzen, aber sehr steilen Aufstieg erreichen wir den Alatsee. Vor dem Hochfahren bitte auf einen kleinen Gang schalten. Am Berg ist das Schalten fast nicht mehr möglich. Ich hatte das Problem, dass beim Schalten die Kette vom Zahnkranz sprang. Ein Anfahren bei dieser Steigung ist fast unmöglich. Das Problem war eine alte, abgenutzte und damit zu lange Kette in Kombination mit einem verbrauchten Ritzel. Es ist wie immer: Man denkt, das hat man erst erneuert. Wenn man dann nachschaut, sind doch schon wieder ein paar hundert Kilometer zu viel darauf.
Am westlichen Ufer des Alatsees befindet sich eine Liegewiese für Badegäste. Wer Badeklamotten dabei hat, kann sie hier abkühlen. Ich kann keine Auskunft geben, wie warm oder auch kalt das Wasser war. Viele Schwimmer habe ich nicht im Wasser gesehen. Ich würde hier meine Füße ins Wasser stecken und zum Schwimmen den Schwanensee bevorzugen.
Von hier bis Füssen muss man sich den Weg mit zahlreichen Fußgängern teilen und etwas verhalten fahren. Wir fahren am Obersee entlang. Er hat es nicht in die Überschrift geschafft, da er sich im dichten Schilf versteckt.
Badestrand am Alatsee
Der Alatsee
Füssen
Wir sind wieder in Füssen angekommen. Hier gönnen wir uns in der Fußgängerzone einen Cappu oder ein Eis. Natürlich darf ein Foto vom bekanntesten schwäbischen Drogendealer nicht fehlen. Wenn ihr keinen Bock mehr auf den Fahrradsattel habt, könnt ihr die Tour hier beenden. Das Auto oder der Bahnhof sind nicht weit entfernt. Der Tour ist dann mit ca. 40 km beendet. Allerdings versäumt ihr dann einen tollen Blick auf Neuschwanstein.
Der Drogendealer von Füssen
Schwanensee
Wir überqueren den Lech und fahren auf einem Radweg an der Parkstraße, dem Zubringer zum Schloss Neuschwanstein, entlang. Dort biegen wir dann recht ab zum Schwanensee. Auf der Nordseite des Sees sind im Sommer rund um den Kiosk zahlreiche Badegäste anzutreffen. Die vielen Schwimmer im Wasser lassen vermuten, dass er nicht ganz so kalt ist wie der Alatsee.
Am südlichen Bereich des Schwanensees unbedingt einen Fotostopp einplanen. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf Neuschwanstein und Hohenschwangau. Bei Windstille (oder wenn nicht gerade ein Schwimmer meint, er müsse den See durchqueren) spiegelt sich das Schloss im Wasser.
Blick vom Schwanensee auf Neuschwanstein
Bei guten Bedingungen spiegelt sich das Königsschloss im See
Hohenschwangau darf natürlich auch nicht fehlen
Nächster Halt: St. Coloman
Anschließend geht’s auf schattigen Waldwegen an der Pölat entlang Richtung Schloss Neuschwanstein. Wer keine Chinesen schauen möchte, kann direkt nach dem Parkplatz auf einem Radweg in Richtung Pölatschlucht fahren. Die wohl meistfotografierte Kirche im Allgäu dürfte die St. Coloman sein. In fast jedem Kalender mit Alpenmotiven ist eine Aufnahme dieser Kirche zu finden. Leider hat sie nicht immer geöffnet. Aber für ein Fotomotiv reicht es immer.
Am südlichen Bereich des Schwanensees unbedingt einen Fotostopp einplanen. Hier hat man einen wunderschönen Blick auf Neuschwanstein und Hohenschwangau. Bei Windstille (oder wenn nicht gerade ein Schwimmer meint, er müsse den See durchqueren) spiegelt sich das Schloss im Wasser.
Das Königsschloss verfolgt einen auf Schritt und Tritt
St. Coloman und im Hintergrund?????
Zurück nach Füssen
Über Schwangau geht’s jetzt zurück nach Füssen. Am Lechwehr steht ein Verbotsschild, das das Überqueren verbietet. Hier zeichnen sich nicht nur die Radler, sondern auch die Wanderer als Analphabeten aus. Das Schild wird von allen und das sind nicht wenige ignoriert. Wer will, kann noch auf einem schmalen Trampelpfad am Lech entlangfahren. Ich hab das einmal gemacht. Der Weg ist sehr schmal und muss mit Hunden und ihren an der Leine hängenden Dosenöffnern geteilt werden. Das Vergnügen hält sich für alle in Grenzen. Wir haben jetzt so viel schöne Natur genossen, dass wir die letzten 2 Kilometer durch eine wenig befahrene Straße im Ort zum Parkplatz kommen.
Der Forggensee
Zurück nach Füssen
Über Schwangau geht’s jetzt zurück nach Füssen. Am Lechwehr steht ein Verbotsschild, das das Überqueren verbietet. Hier zeichnen sich nicht nur die Radler, sondern auch die Wanderer als Analphabeten aus. Das Schild wird von allen und das sind nicht wenige ignoriert. Wer will, kann noch auf einem schmalen Trampelpfad am Lech entlangfahren. Ich hab das einmal gemacht. Der Weg ist sehr schmal und muss mit Hunden und ihren an der Leine hängenden Dosenöffnern geteilt werden. Das Vergnügen hält sich für alle in Grenzen. Wir haben jetzt so viel schöne Natur genossen, dass wir die letzten 2 Kilometer durch eine wenig befahrene Straße im Ort zum Parkplatz kommen.
Abstecher zum Lechfall
Wer immer noch Lust zum Radeln hat, kann einen Abstecher zum Lechfall unternehmen. Ich war einmal dort. Das genügt. Zum Ersten finde ich ihn nicht spektakulär, zum Zweiten habe ich keine Lust, mich durch die zahlreichen Bustouris und Selfispezialisten zu drängen.
Der Lechfall bei Füssen
Immer wieder
Nachdem ich die Tour zuerst mal alleine abgefahren bin, hab ich jedem, der es hören wollte, oder auch nicht, in den höchsten Tönen vorgeschwärmt. Hier war ich ziemlich erfolgreich. Inzwischen durfte ich die Tour mit Radlerfreunden schon zum vierten Mal fahren.
Ich bin die Tour auch schon in umgekehrter Reihenfolge gefahren. Ich kann euch sagen, obwohl es die gleiche Tour ist, sind wieder ganz andere Eindrücke und Blickwinkel entstanden.
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