Bettenwechsel in der Sukhumvit Road

—- Bangkok, Thailand, Sukhumvit, —-

 

Es ist inzwischen 11.00 Uhr Ortszeit in Bangkok und schon wieder läuft der Schweiß in Strömen. Zuerst steht jetzt ein Bettenwechsel an. Das suk11 hat nur WLAN in der Lobby. Das ist ein mit Gerümpel übersäter Platz im Freien. Sehr plakativ aber auch sauheiß. Außerdem geht, wenn mehr als drei Leute im Internet wühlen, das WLAN in die Knie. Ich hab, mit etwas Nervigem warten, im Internet zwei Hostels in der Nähe gefunden, die werde ich jetzt abklappern. Das heißt aber auch den ganzen Krempel wieder über die Straße bringen, das Rad wieder die Treppe hochwuchten und die Schweißperlchen abtupfen. Oben erwerbe ich als Frühstückersatz einen Mango-Smoothie mit Heidelbeeren.
Wieder unten angekommen tropfe ich wie ein Putzlumpen beim Frühjahrsputz. Ich lehne mein Rad an eine Hecke am Gehsteig und setze mich auf einen Mauervorsprung, der einen kleinen Parkplatz begrenzt. Beim ersten Zug am Trinkhalm verstopfen die angeblichen Heidelbeeren denselben und entpuppen sich als geschmacklose Gummibärenmasse. Während ich noch auf, dass Gesöff schimpfe, kommt der Parkplatzwächter vom anderen Ende und…., nein er will mich nicht vertreiben. Er bietet mir seinen Plastikstuhl an, damit ich besser sitzen kann. Ich bin total perplex, gerührt und sprachlos. Schon das allein macht so eine Reise unbezahlbar. Das erste Hostel hat nur ein Bett im 10er-Schlafsaal und ist außerdem kein Schnäppchen. Also wieder auf die andere Seite. Diesmal aber an der Kreuzung.

 Fußgängerampel

An der Fußgängerampeln in der Sukhumvit Road läuft eine Uhr herunter, die anzeigt, wann man Grün bekommt. Die Rotphase dauert 190 Sekunden. Das sind unglaublich lange 3 ½ Minuten und man kann es gar nicht erwarten, bis es endlich umschaltet. Durch das Zählen kommt es einem noch viel länger vor. Hat aber auch den Vorteil, dass man noch schnell ein Bierchen im angrenzenden Tante-Emma-Laden (die heißen hier übrigens 7eleven) holen kann. Die Grünphase dauert 20 Sekunden. Wer aber gleich bei der ersten Sekunde lossprintet, sollte gut versichert sein. Irgendein Taxler oder Mopedler fährt immer noch schnell bei Rot durch. So blieben dir genau 10 Sekunden, um über die Straße zu kommen. 10 Sekunden deshalb, weil natürlich auch die motorisierten Verkehrsteilnehmer die grünen Sekunden sehen und somit deine letzten fünf als ihre Startphase sehen und losbrausen.

Auf die Plätze, fertig………
…..Los

Schlafen in der Box

Ich bin im 3HOww gelandet. Die vermieten zwar auch nur Schlafsäle aber nicht mit Etagenbetten, sondern mit Boxen a la Rotel. Das Hostel scheint ziemlich neu zu sein und hat wegen der Vorhänge vor den Boxen etwas mehr Privatsphäre.

Nach dem Einchecken brauche ich was für die Kauleisten, sprich Frühstück. Streetfood ist um diese Zeit erst in der Aufwärmphase. Außerdem süchtelt mir nach Cappu. Man gönnt sich ja sonst nichts, also sollte es schon Starbucks sein. In dem schon erwähnten Terminal 21 darf der natürlich auch nicht fehlen. Am Eingang steht ein junger Mann in blütenweißer Uniform und grüßt jeden Besucher, und es sind Hunderte, mit Militärischem strammstehen und der Hand an der Mütze. Man sieht ihm an, dass er das mit innerer Überzeugung tut. –Sonderbar-

 Asiatische Eindrücke

Anschließend erkundige ich noch die nähere Umgebung der Sukhumvit Road und lasse mich von dem asiatischen Flair und den Besonderheiten überraschen.

 

Die Schattenseiten der Großstadt. Ein Leben auf der Straße
Baumarkt auf Thai.- Mitten zwischen zwei Hochglanz-Hotels. – Wie lange noch?
Wo bleibt die Berufsgenossenschaft??
Straßenreinigung auf thailändisch

 

Nach einem weiteren Cappu in einem Straßenkaffee löse ich einen Teil der Probleme vom Vortag. Das heißt, ich lasse das heiße Wetter, Wetter sein und stell im gekühlten Kämmerchen zuerst mal die Tastatur auf „Made in Germany“, um. Anschließend wird auch noch der, oder wie es eigentlich richtig heißt, das Blog mit den ersten Buchstaben und Bildern befüllt. Nur das Sichern der Fotos auf der externen Festplatte hängt noch in den Seilen. Wird schon noch werden.???? Ich gönne mir den Luxus in den Tag hineinzuleben. Ich werde die Sukumvit Road nicht verlassen. Die Sehenswürdigkeiten für Bangkok hebe ich mir für den Schluss auf.

Bewährungsprobe im Stadtverkehr

Am späten Nachmittag befasse ich mich zum ersten Mal mit meinem Fahrrad. Bisher wurde es nur getragen oder als Transportmittel beim Bettenwechsel geschoben. Zuerst überprüfe ich in der geräumigen Lobby des Hostels alle wichtigen Funktionen. Der praktische Funktionstest im ungewohnten Linksverkehr erfolgt in der ruhigen Nebenstraße vor dem Hostel. Dabei stelle ich fest, dass der Fahrradhelm abgängig ist. Mist, schon am zweiten Tag der erste Verlust. Nicht dass der Helm besonders wertvoll war, nein es ärgert mich, dass ich den Verlust nicht bemerkt habe. Ich versuch auf Nebenstraßen zum gestrigen Hostel zu kommen. Das ist gar nicht so einfach wie zu Hause. In Bangkok gibt’s viele Sackgassen und Einbahnstraßen. Eben wegen der Einbahnstraßen ist der Rückweg ein ganz anderer als der Hinweg. Natürlich haben die im Hostel den Helm nicht gefunden. Ich stell ja die These auf das die ihn wegen des vieles Gerümpel, das dort für Flair sorgt, noch gar nicht gefunden haben. Der Härtetest folgt anschließend. Laut Google befindet sich in ca. drei Kilometer Entfernung an der sechsspurigen Sukhumvit Road ein Fahrradladen. Mit Todesmut stürzte ich mich in den Verkehr. Dank der täglichen Staus in der Rushhour ist das gar nicht so schlimm wie erwartet. Ich halte mich an die zahlreichen Mopedfahrer und schlängle mich ebenso zwischen den Autos durch. Leider erweist sich der Fahrradladen als Fahrradverleih, der auch zudem schon geschlossen hat. Egal, meine erst Bewährungsprobe im thailändischen Linksverkehr hab ich mit Bravour bestanden.

 Streetfood

Am späten Nachmittag geht’s nochmal in die Sukhumvit Road zum Essenfassen. Auch am Ende meiner bzw. unserer Reise ist Streetfood nach wie vor unser bevorzugtes Restaurant.

Gleich geht`s los
Zum Abschluss noch den berühmten Banana-Pancake

Nachdem der Magen gefüllt ist, ziehe ich mich wieder ins Kämmerchen zum Schreiben zurück. Langsam füllen sich die Bettenboxen und zwingen auch mich, meine, durch einen Vorhang getrennte Kemenate zu belegen. In dieser Nacht spielt mir der Jetlag einen Streich. Selbst zwei eiskalte Chang können hier nicht

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